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Um 5:30 saßen wir gebannt vor dem Fernseher und haben unserer Eishockeymannschaft die Daumen gedrückt. Die Jungs haben sich super geschlagen, sooo knapp! Lasst uns nicht vergessen, dass eine Silbermedaille wirklich was Tolles ist!

Schnell noch ein Kaffee und die kalten Getränke in die Kühlkiste laden. Ich habe mich gegen den Reisekühlschrank (genannt „Engel“ nach der Firma, die ihn herstellt) entschieden, denn wir wollen nur gekühlte Getränke und da der Wagen immer mal wieder länger als 12 Stunden irgendwo stehen wird, ist das Risiko zu groß, das a) eingebrochen wird und b) die Batterie leer gesogen wird.

Auf dem Weg zur ersten Übernachtung (Roy’s Camp hinter Grootfontein) der erste Halt. Kurz vor Usakos liegt die Spitzkoppe, reich an Bergkristallen und ganz in der Nähe ist auch eine Turmalinmine. Habe Mitbringsel eingekauft…

Wüsten- oder Sandrosen an der Spitzkoppe

Die Wüstenrosen, auch Sandrosen genannt, habe ich besonders gern. Dieses Kristallgebilde besteht aus Sandkörnern, eingebettet in einem Kristall aus Gips. Sie lösen sich im Wasser auf und entstehen in heißen und trockenen Wüstengebieten wie dem unseren. Grundwasser wird nach oben geschickt, weil oben die Feuchtigkeit (oft durch den Nebel von der Küste ins Land getragen) so rasch verdunstet. Die Salze, die sich im Wasser gelöst hatten, kristallisieren sich durch die Verdunstung und bilden dann zusammen mit den Sandkörnern diese Strukturen, die wie bizarre Blütenblätter aussehen. Man findet sie so nur in der Sahara und bei uns.

 

Drusen, Bergkristalle, Rauchquarz und mehr…

Hier sind Teile von kleinen Drusen zu sehen, ich glaube, mit Bergkristallen und Rauchquarz – aber ich verstehe leider zu wenig davon…

Das Wort lässt sich bis ins Mittelhochdeutsche zurückverfolgen, “drusene für Bodensatz”, und im Althochdeutschen findet sich das Wort “drusos für den Begriff Drüse oder Beule”. Sie haben die Bergleute wohl durch ihre Form an Beulen erinnert, daher der Name.

Diese Gesteinsbeulen haben innen einen Hohlraum, nur die Wände der Druse sind mit Kristallen bedeckt.Sie sind quasi versteinerte Gasblasen aus vulkanischem Material. Am häufigsten sind Achatdrusen, aber auch Drusen gefüllt mit Quarzen und Amethysten.

Bei den Verkäufern an der Spitzkoppe finden sich auch immer wieder Bergkristalle mit Wasser- oder Lufteinschlüssen – hoch begehrt bei vielen Touristen!

Bei sehr warmen Temperaturen – zum Glück hat der Hilux eine sehr gute Kühlung – fahren wir durch Usakos und biegen dann hinter Karibib ab in Richtung Norden. In Omaruru gibt es dann eine Mittagspause, obwohl wir noch viel Strecke vor uns haben…

Aber das Haus des Herrn Wronzky, der dort einmal einen „Allgemeinen Warenhandel“ führte, ist heute ein sehr schöner Souvenirladen und vor allem gibt es im hinteren Teil ein wunderbares Restaurant mit überdachter Veranda und gutem Essen. Vor allem gibt es einen Parkplatz im Hof, sodass wir unser vollgepacktes Auto jederzeit im Blick haben…

Man bekommt auch Sachertorte… Herr Wronsky war mit einer Sachertochter verheiratet!

Von Omaruru weiter über Otjiwarongo, wo wir getankt haben, und dann ging es via Otavi und Grootfontein bis zu Roys Restcamp… ganze 653,5 Kilometer von zu Hause!

Um 19:34 sind es immer noch 29 Grad – und in den sehr schön gestalteten Bungalows gefühlte 40…  Die Bungalows sind jedes individuell gestaltet und eingerichtet, viel Kunstwerke an der Wand – allerdings muss man aufpassen, dass man sich hier nicht verletzt, wenn man nachts aus einem Albtraum hochschreckt… 🙂 

Eine Blechschüssel als Waschbecken – toll!

 

Wilde Dekorationen…

Dieses Bett hat am wenigsten zum Anhauen über dem Kopfkissen

Die Trockenheit zeigt sich hier nicht so schlimm wie im Süden, gestern hat es wohl auch 3 Millimeter geregnet, aber der Camp Manager versicherte uns, das es viel zu wenig sei und die Weide für das Vieh und Wild ernsthaft in Gefahr. 

Heute auf der Speisekarte: Spare Ribs oder Stroganoff, Reis, Gemüse, Salat und Nachtisch gibt es auch noch! Gut, dass wir uns ein kleines Mittagessen gegönnt hatten – die Küche hat Luft nach oben…